Warum es wichtig ist gegen die zunehmende Lichtverschmutzung etwas zu tun.




Die hier aufgeführten Informationen sollen zum Nachdenken über diese Umweltbelastung und ihre weitreichenden Folgen anregen. Es soll auch keinem zugemutet werden nur noch bei Kerzenlicht zu sitzen!





Die Folgen für ...





Wir Menschen leiden ...

weil, überall illuminieren Behörden wie Privatleute mit Denkmalbestrahlung, Leuchtreklame, gleißenden Skybeamern und Lasershows ihre Städte. Die Nacht wird zum Tage gemacht und dadurch gerät der natürliche Tag.-Nacht-Rhytmus aus den Fugen. Die gesundheitlichen Folgen hierzu sind, wie bei anderen Umweltverschmutzungen, noch nicht ausreichend belegt.

Humanmediziner gehen davon aus, dass die Lichtverschmutzung nicht so ganz spurlos am Menschen vorübergeht.

Der Mensch ist normalerweise tagaktiv. Licht steuert den 24 Stunden Rhytmus seiner inneren Uhr. Chronobiologen untersuchten den Einfluss von übermäßiger Beleuchtung auf den Menschen.

Es traten Erscheinungen, wie Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen und Störungen des Hormonhaushalts auf. Durch künstliches Licht, insbesondere in der Nacht, gerät die innere Uhr aus dem Gleichgewicht. Die Folgen sind, dass das Hormon Melatonin, welches auch eine antioxidantische Wirkung auf die körpereigenen Zellen hat, nicht mehr ausreichend produziert wird.

Das Risiko an Krebs zu erkranken wird dadurch gesteigert!


Auch die Art der Lichtquellen, z.B. bei Straßen- und Arbeitsbeleuchtungen und auch im Heimbereich, haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Melatoninproduktion des menschlichen Köprers. Kaltes, weißes Licht mit einem hohem Blauanteil wirkt unterdrückend auf die Ausschüttung von Melatonin, hingegen wird bei warmem, weißem Licht die Ausschüttung des Hormons weniger beeinflusst.


siehe auch hier


© derProjektor / PIXELIO



© Sanyzoon / PIXELIO



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Unsere Tierwelt leidet ...

weil, Lichtquellen mit hohem Blau- und Weiß-Anteil der üblichen Bauweise im Spektrum ein erhebliches Problem für die Navigation oder Orientierung nachtaktiver Insekten, darunter auch Bestäuber, und auch für Zugvögel, und nicht nur für diese, darstellen.

Untersuchungen aus dem Jahr 2000 zeigen, dass in Deutschland in einer einzigen Sommernacht durchschnittlich 150 Insekten an einer Straßenlaterne zu Grunde gehen. Rechnet man dies auf die ca. 6,8 Millionen Straßenlaternen auf deutschen Straßen hoch, sind das jede Nacht über eine Milliarde Insekten!

Allein unter Rücksichtnahme der Straßenbeleuchtung. Hinzu kommen dann noch die unzähligen anderen Lichtquellen wie für Werbemaßnahmen


Das sind weltweit XBilliarden tote Insekten, die in dieser speziellen Nahrungskette fehlen!

Jedes Jahr!


Denken Sie jetzt auch an die Bestäuber Ihrer Nahrungskette? ... glauben Sie nicht, es wäre das Ende der Fahnenstange ... informieren Sie sich.


© segovax / PIXELIO



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Unsere Pflanzenwelt leidet ...

weil, Pflanzen werden durch eine künstlich aufgehellte Umgebung in ihrem Wachstumszyklus beeinflusst.

Was bei Zuchtpflanzen in Gewächshäusern erwünscht ist, kann für empfindliche Naturpflanzen, und gerade für unter Naturschutz stehende Pflanzen, in Park.- und Grünanlagen, zu einem großen Problem werden. Es wurde bereits vielfach beobachtet, dass Laubbäume in unmittelbarer Nähe von Straßenlampen ihre Blätter verspätet verlieren, wodurch es wiederum zu Frostschäden kommen kann.


© Stephan-Dierlamm / PIXELIO



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Unsere Umwelt leidet ...

weil, auf Grund des steigenden Energiebedarfs wohl noch ein paar Kohlekraftwerke(siehe hier!) gebaut werden müssen. Davon abgesehen, dass diese Bauten genauso wie Atom,-Solar.-Windkraftanlagen die Landschaft verschandeln, pusten sie zusätzlich Unmengen an CO² in die Atmosphäre, bzw. wird das CO² dann wie der Atommüll zwischengelagert. Was von Zwischenlagern zu halten ist, siehe hier! Solche Zwischenlager, egal ob für Atommüll oder CO².

Das sind tickende Zeitbomben für Jahrtausende!


Was hinterlassen wir unseren Kindern?


© Kurt F. Domnik / PIXELIO



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Unsere Kultur leidet ...

weil, ohne den freien Blick auf den Nachthimmel der Mensch nicht hinterfragt hätte:



"Was ist das dort am Himmel".


Wichtige Erkenntnisse wären ihm verborgen geblieben. Newton, Keppler, Galilei hätten ohne den Nachthimmel wohl nicht ihre historischen Entdeckungen, auf denen heutige Wissenschaften beruhen, machen können.


Musiker, Maler und Dichter hätten sich nicht vom Sternenhimmel inspiriern lassen können. Die Welt wäre um so Einiges ärmer und Columbus wäre heute noch auf den Weltmeeren unterwegs.


Raumfahrt, GPS, Sattelitentechnik , Telekommunikation in der Form wie wir es heute kennen und gerne auch benutzen gäbe es wohl nicht.


Wo wären wir in diesem Universum? Wir wüssten es nicht!


Finger weg vom Kulturerbe Himmel!


"Woher soll dem heranwachsenden Menschen Ehrfurcht vor irgend etwas kommen, wenn alles, was er um sich sieht, Menschenwerk, und zwar sehr billiges und hässliches Menschenwerk ist? Selbst der Blick auf das gestirnte Firmament ist dem Städter verhüllt." -Konrad Lorenz

Universum - C. Flammarion, Holzschnitt, Paris 1888, Kolorit : Heikenwaelder Hugo, Wien 1998


Watchers of the Stars - unbekannter franz. Künstler, 16. Jhd.



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Finanzen leiden ...

weil, diese unsinnige Energieverschwendung auf öffenlichen Straßen und Plätzen dem Steuerzahler, wir sind also Selbstzahler, ettliche Milliarden kostet.

Strom ist nun mal nicht umsonst und wird, wenn man sich die aktuelle Preisentwicklung anschaut, auch nicht billiger werden.

Von umweltgerechter Entsorgung der dadurch entstehenden gesundheitsgefährdenden Abfälle(radioaktiver Müll, CO², etc.) und der enormen Kosten dafür abgesehen.

Die Stromversorger bauen, und unterhalten ihre ertragsträchtigen Energiekraftwerke nicht umsonst.


Die Zeche zahlen wir Alle!


Wir und auch unsere Nachkommen.


© Dieter-Schütz / PIXELIO



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